ORIENTIERUNGSLOSIGKEIT IST KEIN VERBRECHEN

Der neuste Film zur Lage der Nation von Tatjana Turanskyj & Marita Neher, Deutschland/Griechenland 2016, 76 Minuten

 

The journalist_Nina KronjÑger

Nina Kronjäger als Journalistin Lena

 

Anna Schmidt als Aktivistin Amy

Anna Schmidt als Aktivistin AMY

 

SYNOPSIS 

Griechenland 2014 – Lena (Nina Kronjäger), eine Journalistin in der Krise recherchiertzum Thema Sicherheits‐, Grenz‐ und Migrationspolitik an den europäischen Außengrenzen in Griechenland. Eingeflochten in diese Recherche ist eine Zufallsfreundschaft zwischen Lena und der Aktivistin Amy (Anna Schmidt) einer Aktivistin der Refugee‐Welcome‐Bewegung, die teils aus Langeweile, aber auch aus Neugier, Lena bei ihren Recherchen begleitet. In Marita Nehers und Tatjana Turanskyjs gemeinsamem Film „Orientierungslosigkeit ist kein Verbrechen“ ist der Titel Programm: Nach und nach verlieren zwei Frauen, die Kohärenz in ihrem Weltbild. Aus der Reibung ihrer beiden Perspektiven Engagement, Arbeit und Kapitalismus entspringt ein Road Movie durch die griechische Provinz, auf der Suche nach unsichtbaren Grenzen und einer Haltung zur Gegenwart. Gedreht wurde im Herbst 2014 an der griechisch/türkisch/bulgarischen Grenze.

PREMIERE: 2. Woche der Kritik, Berlin 2016

Jetzt im Kino! Im Verleih von GRANDFILM

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DIRECTOR´S STATEMENT Neher/Turanskyj

The journalist takes photos from a new prison in Greece

“Unser Film „Orientierungslosigkeit ist kein Verbrechen“ ist ein Hybrid, der sich aus dokumentar‐, fiktionalen und inszenierten sowie improvisierten Szene zusammensetzt. Die Übergänge sind nicht immer eindeutig zu erkennen. Der Film ist eine Gemeinschaftsarbeit, ein Experiment, eine Untersuchung ‐ ein Essayfilm, getarnt als Roadmovie. Lena (Nina Kronjäger) ist eine Journalistin in der Krise, die zunächst in Berlin zum Thema „Europäische Sicherheitspolitik“ recherchiert und sich dann auf den Weg in den Norden Griechenlands macht, nach Thrakien, dem Grenzland zwischen Bulgarien und der Türkei. Ihr Ziel: der neue Sicherheitszaun, der Griechenland von der Türkei trennt.Zufällig begegnet sie Amy (Anna Schmidt), einer Aktivistin, die teils aus Langeweile, aberauch aus Neugier, Lena bei ihren Recherchen begleitet.Es ist die Geschichte einer Begegnung zweier Frauen, die beide mit unterschiedlicher Ambitionen in Griechenland unterwegs sind.

Unser Road‐Movie folgt Lena und Amy bei ihrer Recherche über die Auswirkungen der Sicherheitspolitik in das Evros‐Delta, in dem es angeblich einen unüberwindlichen Schutzwall gibt, der den Westen vor Flüchtlingen schützen soll.

Auf dieser Reise entstehen spontan Dialoge, die sich mit den zuvor in Berlin erarbeiteten collagieren. Die Schauspielerinnen müssen improvisieren, manchmal treten sie aus ihrer Rolle als Schauspielerin heraus und wieder hinein. Die realen Menschen und Ereignisse beeinflussen ihre Reise und greifen so in den “fiktiven” geplanten Ablauf ein. Die Realität entgrenzt die Fiktion auf der Suche nach Authentizität.

Von den Schauspielerinnen wird Empathie verlangt bei der unerwarteten Begegnung mit illegalen Arbeitern, einer Köchin, linken Aktivisten und der Konfrontation mit FlüchtlingsgefaÅNngnissen. So verschränkt sich die Realität vor Ort mit Fiktionen und Vorstellungen, die sie in Berlin vom Grenzland hatten.Die Figuren Amy und Lena nähern sich einander an, streiten und raufen miteinander und versöhnen sich wieder. Sie diskutieren über ein Abschiebegefängnis und seine Strukturen, zitieren linke Parolen und machen sie sich spielerisch zu eigen.Als ihnen ein alter Mann von den Flüchtlingskindern erzählt, die mehrere Tage nichts zu Essen hatten,sind sie ebenso hilf‐ wie sprachlos.Unser Film ist ein Versuch, diese Sprach‐, Hilf‐ und Orientierungslosigkeit zu zeigen und ihr eine angemessene und offene Form zu geben.”

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The journalist and the activist at the greek-turkish border

Idee, Konzept und Regie: Marita Neher & Tatjana Turanskyj

Die Journalistin: Nina Kronjäger

Die Aktivistin: Anna Schmidt

Der Olymp: Sven Seeger, Fabio Pink, Leo Gold, Robert Schulz, Fred Gehring, Lars Müller, Toby Ashraf and the Simon Will

Kamera & Schnitt:  Kathrin Krottenthaler

Zusatzkamera Berlin: Hannes FranckeAthen:

Ton: Matthias Gauerke

Kostüm: Marianka Benesch

Beratung: Jan Ahlrichs, Merle Kröger, Kathrin Brinkmann

eine turanskyj&ahlrichs filmproduction*** Koproduktion: Marita Neher Film

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